Erfahrungsbericht

Famile Strauß-Ehret und Ihr Bio-Solar-Haus
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Bio-Solar-Haus der Familie Strauss-Ehret

Erfahrungen und Kundenberichte

Familie Strauß-Ehret und ihr Selbstbauhaus

„Ich liebe es, aus jedem Zimmer nach draußen zu kommen und ums Haus herumgehen zu können“, fasst Hartmut Ehret sein ideales Wohnkonzept zusammen. Gemeinsam mit seiner Frau Christine Strauß hat er sich dieses im WM-Jahr 2006 verwirklicht. Das Paar baute in der südlichen Pfalz, in Herxheim nahe der französischen Grenze, ein Bio-Solar-Haus nach seinen Vorstellungen. Dass nun vom Schlaf-, Arbeits- und vom üppigen Wohnzimmer aus jeweils direkter Zugang zu einer sehr ausladenden Terrasse besteht, gefällt offensichtlich auch den beiden Berber-Pferden, die neugierig von der angrenzenden Koppel herüberschauen. Nahe bei ihren Tieren zu sein und die Natur zu genießen, war den beiden Bauherren ebenso wichtig wie minimale Hausbetriebskosten und maximal gesundes Raumklima. Nicht ohne Stolz präsentiert Hartmut Ehret das Low-Tech-Prinzip des Bio-Solar-Hauses. Auf dem kleinen Spitzboden unter der transparenten Dacheindeckung locker verlegte Schläuche ersetzen teure Solarkollektoren, haben aber einen sehr hohen Wirkungsgrad. Denn das Innenhaus mit seinen diffusionsoffenen Wänden und Decken steht in einer schützenden Hülle wie in einem Gewächshaus (Haus-in-Haus-Prinzip).

Montage des Stahltraggerüsts

Stahltraggerüst

Blick aus dem Wintergarten

Blick aus dem Wintergarten

„Wichtig war uns beim Bio-Solar-Haus, dass durch diese Bauweise keine künstliche Belüftung benötigt wird, es kann kein Schimmel entstehen, weil die Luft im Spalt um das Innenhaus zirkuliert, die Feuchtigkeit abziehen kann und der Taupunkt in die Wand des Außenhauses verlagert ist.“ Das Sonnenlicht erwärmt die Luftschicht um das Haus. Wird es draußen kälter, heizen sie mit dem Ofen im Wintergarten zu. Er ist wie die Solartherme an das kombinierte Warmwasser- und Heizungssystem angeschlossen. Großflächige Wandheizungen ersetzen herkömmliche Heizkörper, sorgen für kaum wahrnehmbare Strahlungswärme anstelle von Luftkonvektion. Weniger Staub, weniger Allergien und Erkältungen. Der Hausherr über die Trägheit dieses Systems: „Es dauert sehr lange, bis Wände wirklich so weit abkühlen, dass man sich nicht mehr wohl fühlt. So weit lässt man es natürlich nie kommen. Umgekehrt bedeutet das: Selbst in der Frostperiode reicht es aus, wenn ich alle zwei Tage einmal mit dem Ofen zuheize.“

Strauß-Ehrets brauchen nur ca. vier Ster Stückholz (entspricht ca. 3 m³) pro Heizperiode, um die 125 m² große Wohnfläche zu beheizen. Das macht gerade mal ca. 300 Euro Heizenergiekosten pro Jahr! Das Brauchwasser wird übrigens – ganz wichtig – über einen Wärmetauscher im Durchlauf erwärmt. „Legionellen oder andere Verunreinigungen können nicht entstehen.“ Besondere individuelle Note und Ausstattungs-Highlights sind die Wandveredelungen im Bad und Küchenbereich aus Tadelakt. Das ist eine traditionelle Putztechnik aus Marokko mit hochhydraulischem Muschelkalk, der in vielen Schichten aufgetragen und verdichtet wird. Farbpigmente sorgen für das intensive Leuchten und die Tiefenwirkung. „Viel besser und schöner als Fliesen: absolut wasserdicht, keine schmutzanfälligen Fugen, einfach abspülen, fertig,“ freuen sich die Bauherren. Auch bei den übrigen Wandbeschichtungen haben sie Wert auf Qualität und Natürlichkeit gelegt: Sie sind mit Lehm verputzt, der die Fähigkeit der Wände zum Feuchte- und Temperaturausgleich zusätzlich unterstützt. Ebenfalls nicht alltäglich ist der Boden aus Birnenholz im ganzen Haus, der zugleich edle und gemütliche Ausstrahlung hat.

Wohn- und Essbereich

Wohn- und Essbereich

Küche

Küche

Bei der Verwirklichung ihres Traumhauses hatte Christine Strauß vor allem die Unterstützung ihres Bruders, begabter Schreiner und Designer in einem. „Das kam mir sehr entgegen, weil ich selber doch nicht so der Handwerkertyp bin,“ sagt Hartmut Ehret, selber leidenschaftlicher Koch asiatischer Spezereien. „Aber das Selbstbauseminar der Firma Bio-Solar-Haus haben wir belegt und hätten damit ohne Weiteres sehr viel mehr Eigenleistung einbringen können.“ Beispielsweise die Holzverschalung außen, die Fußböden, der Wand- und Deckenaufbau, die Gestaltung des Wintergartens sind typische Eigenleistungen, die nach Anleitung leicht zu erbringen sind. Bio-Solar-Häuser werden zwar stets individuell geplant, aber wer Eigenleistung einbringen möchte, kann zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen.

Die Familie Strauss-Ehret aus der Nähe von Landau bewohnt seit 2006 ein eingeschossiges Bio-Solar-Haus mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 100m² (3 Zimmer, 1 Bad und einem großen, offenen Wohn-Ess-Bereich und Wintergarten).

Umweltpreis 1995
Gesundes Haus 1997
Energie-Effi 1998
Solarpreis 1999
Innovationspreis 2000
Energie-Effi 2004
Solarpreis 2003