Ökohaus

Ökologisch und nachhaltig

Ökohaus - Holzhaus ökologisch bauen

Mit einem Ökohaus entscheiden sich Bauherren für ein Holzhaus, welches nicht nur einfach ökologisch ist, sondern auch der individuellen Vorstellung von Nachhaltigkeit, Baubiologie und Haustechnik entspricht sowie weitestgehend umweltgerechte Baustoffe beinhaltet.

Dazu gibt es jedoch die unterschiedlichsten Ansichten und Interessen: Baubiologen wollen gesund bauen, Energiesparer wollen mittels unterschiedlicher Haustechnik den Energieverbrauch senken, Bauökologen betrachten vorzugsweise die Herkunft und die Zukunft der Baustoffe und Solar-Architekten möchten konsequent die Energie der Sonne nutzen.

Ökohaus, Biohaus - wie definiert man ökologisch Bauen?

Die Solararchitektur der Gebäudehülle bei einem Plusenergiehaus sollte möglichst einfach sein und über ein gesundes AV-Verhältnis verfügen. Auf architektonische Spielereien wie z.B. einen Erker, Dachgauben oder Versprünge sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.

Wann genau man von einem Ökohaus sprechen kann ist nicht genau definiert, auch nicht wie es sich von einem Biohaus unterscheidet. Ein Anforderungsprofil zum ökologischen Bauen kann also sehr umfangreich ausfallen:

Ein Ökohaus soll auf jeden Fall ein Holzhaus sein, werden die Allermeisten auf diese Frage antworten. Es sollte, wenn möglich, ein sogenanntes Plusenergiehaus sein, also ein Haus, das mittels Solarstrom rechnerisch mehr Energie produziert, als es benötigt. Zudem sollten die Häuser modernen Energiestandards entsprechen, also energiesparend sein, erneuerbare Energien nutzen, keine künstliche Wohnraumlüftung besitzen, um ein gesundes Raumklima gewährleisten zu können, ohne wartungsintensive Haustechnik wie z.B. eine Wärmepumpe auskommen und weitestgehend über ökologisch einwandfreie Materialien wie z.B. Decken und Wände mit Lehm verfügen. Zudem sollte die Möglichkeit bestehen, Fördermittel über die KfW als Effizienzhaus beantragen zu können, die persönliche Individualität, auch was die Planung selbst betrifft, unterstreichen, Eigenleistungen wie z.B. bei einem Ausbauhaus möglich sein, und sollte vor allen Dingen die Nachhaltigkeit unterstreichen.

Ökohaus mit Erdanschüttung

Warum sollte ein Ökohaus ein Holzhaus sein?

Ökohäuser sollten frei von Gesundheitsgefahren jeglicher Art sein. Holz als regionaler, nachhaltig wachsender Baustoff sollte bei der Materialwahl für ein Holzhaus zum Einsatz kommen, denn der überaus umweltfreundliche Rohstoff kann ohne Beeinträchtigung aus der Natur gewonnen werden. Holz erfüllt in verschiedenen Formen die unterschiedlichsten Aufgaben: In seiner natürlichen Form sorgt es bei einem Ökohaus aus Holz für eine tragende, statische Funktion. Zerkleinert, z.B. als Holzfaser aufbereitet, eignet es sich im Winter hervorragend zur Wärmedämmung und wirkt damit energiesparend. Zudem schützt eine ökologisch - natürliche Wärmedämmung auf Holzbasis bestechend gut vor Hitze im Sommer. Doch der natürliche Baustoff kann noch mehr:

Neben einer kompletten Holzfußbodenkonstruktion auf Basis ökologischer Materialien, einer echten Alternative zu einem Betonestrich mit chemischen Anteilen in einem klassischen Fertighaus, lassen sich auch nichttragende Innenwände mit Holzstielen errichten. In der Kombination mit Öko-Fußbodenbelägen auf Holz- oder Korkbasis sorgt das Verbauen auch in Punkto Ökologie für einen warmen Boden, ohne dass eine Fußbodenheizung notwendig ist.

Ökohäuser - mit der Kraft der Sonne weitestgehend autark bauen

Durch die Verwendung von Fotovoltaikmodulen zur Gewinnung von Strom kann ein Ökohaus zu einem Plusenergiehaus werden und damit gegen steigende Energiekosten gewappnet sein. Der in den sonnenreichen Monaten produzierte Überschuss an Strom kann im Winter aus dem Stromnetz zum einem großen Teil kostenneutral ins Haus zurückgeholt werden.

Ökohäuser ohne künstliche Lüftung, Schimmelgefahr und Elektrosmog

Der Einsatz von künstlicher Lüftung, wie z.B. in einem Passivhaus, wiederspricht nicht nur ökologischem Bauen, auch die gesundheitlichen Gefahren dieser Systeme passen prinzipiell nicht zu einem gesunden Wohnen in einem Ökohaus. Lösungen, die das Entstehen von Schimmel konstruktiv und damit nachhaltig ausschließen, passen ideal zum Gedanken der Nachhaltigkeit. Dass Ökohäuser nicht "hausbacken" sein müssen, zeigen Lösungen, die mittels abgeschirmten Stromleitungen elektromagnetischen Smog ausschließen und dadurch auch ein Smarthome möglich machen.

Mit erneuerbaren Energien und einfachster Heiztechnik

Öko-Fertighaus mit Wärmepumpe in Kombination mit Lüftungsanlage - viele Holzbau- oder Fertighauskonzepte sehen so aus. Ob ein Fertighaus in dieser Form pauschal öko ist? Viele haben daran durchaus ihre Zweifel. Die Erfahrung hat gezeigt, dass technische Geräte wie z.B. eine Wärmepumpe wartungs- und kostenintensiv werden können und alle Bauteile, die sich bewegen, irgendwann kaputt gehen.

Ökohaus mit Dachbegruenung

Ökohaus mit einem "Garten auf dem Dach"

Mit einer Dachbegrünung besteht die Möglichkeit, einen Garten auf Häuser zu bauen. Die am häufigsten gewählte Form ist die der extensiven Dachbegrünung mit einer Vegetation, die auch längere Trockenperioden wegsteckt. Der "Garten auf dem Dach" verschönert nicht nur optisch das gesamte Haus, er hat auch viele Vorteile:

Durch die Verdunstung des in der Erde und in den Pflanzen gespeicherten Wassers können die darunterliegenden Räume vom Ökohaus im Sommer gekühlt werden. Zudem schützt eine Dachbegrünung ein Holzhaus vor UV-Strahlung und verfügt im Vergleich zu konventionellen Dacheindeckungen über eine hohe Dämmwirkung.

Fördermittel durch das KfW-Effizienzhaus

Ein Ökohaus darf jedoch nicht nur "öko" sein, sondern muss auch wie ein Fertighaus wirtschaftlich bezahlbar sein. Um entsprechend günstige Finanzierungskosten inkl. Fördermittel von der KfW zu erhalten ist die Einhaltung des Standards als Effizienzhaus (z.B. KfW 55 oder auch KfW 40) notwendig.