Holzhaus

Natürlich und energieeffizient

Holzhaus - Vorteile von Holzhäusern gegenüber konventionellen Block- oder Fertighäusern unter Berücksichtigung der Baubiologie und der Verwendung von natürlichen Baustoffen.

Welche Vorteile hat ein Holzhaus und was ist der Unterschied zwischen einem Blockhaus und einem Fertighaus? Erfahren Sie mehr zur Baubiologie, natürlichen Baustoffen und auf was Sie beim Bauen von Holzhäusern achten sollten.

Holzhäuser werden in den unterschiedlichsten Bausystemen angeboten: Ob Blockhäuser oder Schwedenhäuser, als Passivhaus, Fertighaus oder Blockhaus. Der Häusermarkt bietet aktuell eine besonders große Vielfalt verschiedenster Holzhaus-Konzepten in Bezug auf Architektur, Grundriss, Design, Haustechnik, Baubiologie, Ökologie und die verwendeten Baustoffe. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick:

Vorteile Holzhaus

Dämmstoffe aus dem Werkstoff Holz sind von Natur aus gute Isolatoren. In den warmen Monaten genießen Besitzer eines Holzhauses ein angenehmes, kühles und wohngesundes Wohnklima. Verantwortlich dafür ist das hohe Wärmespeichervermögen von Dämmmaterialien, die aus der Natur kommen. Die sogenannte Phasenverschiebung gibt an, mit welcher Verzögerung Wärme durch einen Baustoff hindurch dringt.

Im Winter sorgt Holz für angenehme Wärme und strahlt im Gegensatz zu Stein bzw. Beton keine Kälte ab.

Holzhäuser sind:

  • ■ stabil: Holz ist im Verhältnis zu seiner Festigkeit sehr leicht und trotzdem flexibel.
  • ■ energieeffizient: Baumaterialien aus Holz haben eine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit.
  • ■ haltbar: Gegen Feuchtigkeit geschützt ist ein Holzhaus über mehrere hundert Jahre haltbar.
  • ■ pflegeleicht: Trockenes Holz benötigt keine Holzschutzmittel zum Schutz vor Schädlingen.
  • ■ nachhaltig: Holz ist ein nachwachsender, ökologischer Rohstoff.

Holzhaus mit Wintergarten

Blockhaus

Traditionell wurden klassische Holzhäuser in Blockbauweise (Blockbau) gebaut, bei der durch das Aufschichten von Hölzern (Bohle) das Blockhaus errichtet wird. Das Design solcher Häuser konzentriert sich meist auf Vierkant- oder Rundstammblockhäuser. Aufgrund der verschärften EnEV-Vorgaben sowie für die Inanspruchnahme von Kredit- und Fördermitteln für KfW-Effizienzhäuser kommen Blockhäuser zwischenzeitlich ohne einen zusätzlichen Wärmeschutz nicht aus.

Schwedenhaus

Bei einem Schwedenhaus handelt es sich um keine spezifizierte Bauweise, sondern lediglich um eine bestimmte äußere Optik, wie man Sie häufig in Schweden antrifft. Traditionell wird mit Schwedenhäusern der "Nordic-Style" verbunden: Rot, blau oder gelb gestrichene Holzverkleidungen und weiße Sprossenfenster sind die häufigsten Erkennungsmerkmale. Schwedenhäuser werden in den allermeisten Fällen als Fertighaus erstellt und auf Wunsch auch in Passivhaus-Bauweise ausgeführt.

Schwedenhaus mit Holzfassade

Holzrahmenbauweise

Die am weitesten verbreitete Bauweise bei einem Holzhaus ist die Holzrahmenbauweise, auch Holzständerbauweise genannt. Der Bauablauf stellt sich wie folgt dar: Einzelne Wand- und Deckenelemente, die aus waagerechten und senkrechten Holzstielen mit Platten (z.B. OSB oder Gipsfaser) bestehen, werden in der Manufaktur bereits vormontiert und auf die Baustelle angeliefert - ein Vorteil, über den Blockhäuser nicht verfügen.

Die somit entstandenen Fächer eignen sich ideal für die Verfüllung mit Dämmstoff, welcher wahlweise in Form von einzelnen Platten (z.B. Holzfaserdämmung), Rollen (z.B. Mineral- bzw. Steinwolle) oder mittels Einblasen (z.B. Zellulose) eingebracht werden kann. Der genaue Vorfertigungsgrad der auf dem Markt verfügbaren Holzhäuser ist dabei sehr unterschiedlich: Neben dem reinen "Rohbau" können modern produzierte Holzelemente auch bereits fertig wärmegedämmt inkl. Fenster auf die Baustelle geliefert werden.

Baustoffe und Baubiologie

Aus Gründen der Nachhaltigkeit empfiehlt es sich, bei einem Holzhaus auch über den Rohbau hinaus auf gesundes Wohnen durch die Verwendung von natürlichen Baustoffen zu achten. Dies beginnt bereits bei der Auswahl von Naturdämmstoffen: Neben den ausgefallenen Varianten mit einer Hanfdämmung, Jutedämmung oder Wiesen- bzw. Seegrasdämmung sind Häuser mit einer Holzfaserdämmung oder einer Isolierung mit Zelluloseflocken am häufigsten anzutreffen. Als besonders vorteilhaft hat sich die Dämmung mittels Einblasverfahren erwiesen: Alle Ecken, Hohlräume und Installationsebenen können so vollständig mit dem Werkstoff gefüllt werden. Doch Holz ist schon von Natur aus ein sehr guter Isolator. In den warmen Monaten genießen Besitzer eines Holzhauses ein angenehm kühles Wohnklima. Im Winter sorgt der Baustoff Holz für angenehme Wärme, strahlt im Gegensatz zu Materialien aus Stein keine Kälte ab und sorgt somit für eine besondere Behaglichkeit.

Eine Erdanschüttung oder eine Dachbegrünung sorgt in Kombination mit einer Holzfassade auch nach außen für ein einem Ökohaus entsprechendes schlüssiges Bild. Vielen Bauherren sind natürliche Materialien für den Innenbereich, angefangen von Kalk- oder Lehmputz für die Innenwände über Bodenbeläge aus Holz, Kork oder Linoleum, bekannt. Doch alleine mit der Philosophie ausschließlich schadstoffgeprüfte Baustoffe zu verwenden, lässt sich kein natürliches Wohngefühl erreichen, wenn für die Entfeuchtung von Räumen Lüftungsanlagen notwendig sind.

Holzhaus mit Lärche-Fassade

Haustechnik und Raumklima

Doch Ökologie macht auch vor der Haustechnik nicht halt: Selbst wenn der jeweils gewählte Baustoff für ein wohngesundes Wohnklima sorgen könnte, kann die verbaute meist traditionelle Haustechnik der Ökologie einen Strich durch die Rechnung machen. Die Entfeuchtung moderner, hochgedämmter Häuser stellt viele Anbieter immer wieder vor große Probleme, insbesondere da eine natürliche Wasserdampfabführung durch Dampfbremsen oder Dampfsperren bauphysikalisch verhindert oder verzögert werden muss. Durch diffusionsoffenes Bauen kann ein natürliches Wohn- und Raumklima gewährleistet werden.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten bieten Holzhäuser?

Die Gestaltungsmöglichkeiten eines Holzhauses waren noch nie so vielfältig wie heute. Es gibt eine Fülle von Design-Varianten - von rustikal, über modern bis hin zu klassisch-elegant. Viele Entwürfe vereinen gekonnt Elemente aus allen Stilrichtungen. Bei den Fenstern sind ebenfalls alle Varianten denk- und umsetzbar - seien es nun große, raumhohe Fensterfronten im Wintergartenbereich oder kleinere Fenster, die eher zu energetisch optimierten Entwürfen passen.

Wenn es um das Dach geht, bleiben ebenfalls keine Wünsche offen - sei es nun das traditionelle Satteldach oder das Pultdach im modernen Stil. Ein Pultdach bietet vor allem dann Vorteile, wenn der Bebauungsplan eine bestimmte Maximalhöhe festlegt. Durch eine flache Dachgestaltung kann man dennoch das Maximum an Wohn- und Nutzfläche herausholen.

Auch bei der Farbwahl gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten. Diffusionsoffene Lasuren unterstreichen die natürliche Maserung und Farbe des Holzes. Wer es lieber klassisch elegant mag und etwa einen edlen Grauton vorzieht, kann aus einer breiten Palette an Farbtönen wählen. Ein fröhlich-bunter Anstrich im mediterranen oder skandinavischen Stil ist ebenfalls möglich. Immer beliebter wird die Kombination verschiedener Farben, die jedes Holzhaus zu einem Unikat macht.

Wer sich für ein Fertigteil-Holzhaus entscheidet, kann durch Sonderwünsche seine individuellen Wohnideen verwirklichen. Ein Holzhaus lässt sich mit weit weniger Aufwand als ein Steinhaus in das persönliche Traumhaus verwandeln!

Holzhaus-Bungalow

Wie pflege ich ein Holzhaus richtig?

So wie man einen schönen Baum nicht streichen muss, um ihn gesund und vital zu erhalten, benötigen auch Holzhäuser keinen Anstrich. Dieser dient in erster Linie der Optik, ist bei gut geplanten Holzbauten aber nicht unbedingt erforderlich, um das Haus vor Witterungseinflüssen und vor Schädlingen zu schützen.

Hochwertiges Holz ist sehr witterungsbeständig und schützt sich sozusagen selbst, indem es im Lauf der Jahre eine graue Patina entwickelt. Wie gut das funktioniert, zeigt sich zum Beispiel bei alten Heustadeln, die ohne Anstrich oft Jahrhunderte überstehen.

Insbesondere der konstruktive Holzschutz erlaubt bei Holzhäusern den Verzicht auf chemische Holzschutzmittel. Wer dennoch streichen möchte, um das natürliche Vergrauen des Holzes zu verhindern, kann heute aus einer Fülle von umweltverträglichen, offenporigen Lasuren wählen. Produkte mit der Auszeichnung "Blauer Engel" verzichten auf schädliche Lösungsmittel und Zusätze, die gesundheits- und umweltbelastend sind.

Wer sich für das Streichen entscheidet, muss dies in mehrjährigen Intervallen wiederholen. Der Frequenz der Holzpflege hängt stark davon ab, wie gut die Holzteile durch einen konstruktiven Holzschutz vor Witterungseinflüssen bewahrt werden. Bei Bauteilen, die sich an der Wetter- bzw. an der Südseite befinden, muss der Anstrich naturgemäß häufiger aufgefrischt werden.

Musterhäuser - Probewohnen in einem Holzhaus

Natur schlägt Technik: Im Musterhauspark St. Alban können nicht nur Häuser besichtigt, sondern auch in einem Musterhaus zur Probe bewohnt werden, um sich von den vielen Vorteilen moderner Holzhäuser selbst zu überzeugen.

Checkliste: Worauf Sie bei einem ökologischen Holzhaus achten sollten:


✔ Der Rohbau bzw. das Holztraggerüst sollte aus unbehandeltem Holz sein.
✔ Es Sollte ausschließlich natürliche Baustoffe verwendet werden.
✔ Im Innenbereich sollten, dort wo möglich, Naturprodukte verwendet werden.
✔ Es sollten nur geringe Betriebs- und Heizkosten entstehen.
✔ Keine Dampfbremse oder Dampfsperre (Folie, OSB- oder Holzwerkstoffplatte) verwendet wurde.
✔ Auf technische Wohnraumlüftungen sollte aus gesundheitlichen Gründen verzichtet werden.