Holzrahmenbau

Der Wandaufbau macht’s aus!

Wandaufbau und Dämmstoff beim Holzrahmenbau: Holzhaus-Bauweisen im Überblick

Holzhäuser erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ein modernes Holzhaus unterscheidet sich hauptsächlich im Wandaufbau und Dämmstoff

Der moderne Holzrahmenbau hat sich in den letzten Jahren als nachhaltig ökologisches und energiesparendes Bausystem in Deutschland fest etabliert und die Anzahl der gebauten Holzhäuser stetig steigen lassen. Mit der Holzrahmenbauweise und einer geeigneten Dämmung erreicht ein Holzhaus nachgewiesener Weise sowohl im Winter als auch im Sommer eine optimale Wärmedämmung und reduziert zudem die Anzahl an potenziellen Wärmebrücken. Durch besonders warme Innenoberflächen und der trockenen Bauweise wirkt sich ein Wandaufbau auf Holzbasis zudem positiv auf das Wohnklima aus. Die Vorfertigung beim modernen Hausbau mit der Montage einzelner Wände, Decken und Dachelementen im Werk stellt gleichzeitig ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit sicher.

Ein typischer Wandaufbau beim Holzrahmenbau besteht in der Regel aus 4 Komponenten:

Holzrahmen

Horizontale und vertikale Hölzer bilden den sogenannten Holzrahmen, der für die Lastabtragung verantwortlich sind. Das Ständerwerk besteht in der Regel aus technisch getrockneten Nadelholz (Fichte oder Tanne) in Form von Brettschichtholz oder Konstruktionsvollholz.

Beplankung

Eine innere oder äußere Beplankung des Holzrahmens dient der Aussteifung und kann aus einer OSB-Platte, einer Holzwerkstoffplatte oder einer Gipsfaserplatte bestehen. Diese übernehmen zudem die Funktionen Brandschutz und Wind- bzw. Luftdichtung und bilden die geschlossene und aussteifende Seite des Wandaufbaus. Um einen geschlossenen Hohlraum zu gewinnen wird je nach Wandaufbau von der anderen Seite z.B. eine Holzweichfaserplatte montiert.

Dämmung

Der entstandene Hohlraum zwischen den beiden Beplankungen wird beim Holzrahmenbau für das Einbringen des Wärmeschutzes verwendet. Je nach Wandaufbau wird der Dämmstoff in Bahnen oder Plattenform (z.B. Mineral- oder Steinwolle) als auch als Einblas-Dämmung (z.B. Zellulose oder Holzweichfaser) eingebracht. Der verwendete Dämmstoff dient gleichzeitig dem Schallschutz. Die Wärmeleitgruppe sollte bei 035, mindestens jedoch bei 040 liegen.

Installationsebene – eine saubere Sache

Als besonders vorteilhaft gilt die meist genutzte Installationsebene, die zwischen der Beplankung und dem eigentlichen Wandbelag mittels einer Lattung gebildet wird. In ihr können z.B. Strom- oder Netzwerkleitungen oder Wandheizungen verlegt werden.

Innenwand als Ständerwerk aus Holz oder Metall

Neben der Gebäudehülle, deren Wandaufbau in Holzrahmenbauweise erstellt wird, bietet es sich an auch die Innenwände als Ständerwerk aus Holz zu errichten, auch wenn der klassische Trockenbau mit U-Profilen aus Metall ebenfalls möglich ist. Vor der beidseitigen Beplankung, z.B. mit einer Gipsfaserplatte oder Holzwerkstoffplatte (zur Aussteifung), wird der Hohlraum zwischen dem Ständerwerk als Installationsebene für Strom oder Wasser genutzt. Um einen guten Schallschutz zu gewährleisten wird neben einem geeigneten Dämmstoff auch häufig eine doppelte Beplankung vorgenommen. Auch Innenwände können eine statische Funktion haben.

Fassade – ökologischer mit Holz

Eine Fassade aus Holz untermauert den ökologischen Gedanken von einem Holzhaus und kann in den unterschiedlichsten Formen ausgeführt werden. Ob als Stülpschalung, Boden-Deckel-Schalung oder Nut- und Feder, naturbelassen oder mit einer Lasur versehen: viele Gestaltungsvarianten sind möglich.

Die einzelnen Holzelemente werden dabei je nach Bausystem und Konstruktion auf einer Lattung montiert um eine dahinterliegende Luftbewegung zu gewährleisten. Idealerweise sorgt eine dahinterliegende Holzweichfaserplatte für den entsprechenden Wärmeschutz - im Sommer wie auch im Winter.