Holzhaus-Bauweisen

Wandaufbau, Wärmedämmung und Co.

Wandaufbau und Dämmstoff ist entscheidend: Holzhaus-Bauweisen im Überblick

Holzhäuser erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ein modernes Holzhaus unterscheidet sich hauptsächlich im Wandaufbau und Dämmstoff.

Als Holzhaus bezeichnet man ein Haus, das primär aus Holz hergestellt ist. Neben einem Holzhaus, welches aus Massivholz in Form von Kanthölzern oder Rundstammbalken gebaut wird, ist die Kombination aus massivem Holz für die Tragkonstruktion bzw. das Traggerüst und der Dämmung aus natürlichen Dämmstoffen die weitverbreitetste Variante an Wandaufbauten.

Unterschiedlicher Wandaufbau und Wärmedämmung

Bei der sogenannten Holzrahmenbauweise sorgen Stiele oder Pfosten, auf die Gipsfaserplatten montiert werden, für eine ausgesteifte Gebäudehülle. Die einzelnen Hohlräume des Wandaufbaus werden anschließend mit unterschiedlichsten Dämmmaterialien gefüllt. Einfache Holzhäuser werden mit synthetisch hergestellten Dämmstoffen wie z.B. Glas- und Steinwolle als auch mit Styropor gedämmt, was sich im ersten Moment positiv auf die Baukosten auswirkt. Als nachteilig hat sich diese Form der Isolierung im Sommer aufgrund der hohen Temperaturleitzahlen herausgestellt.

Wie einen hohen sommerlichen Wärmeschutz erreichen?

Um ein natürliches Raumklima zu erreichen und um auch in der warmen Jahreszeit einen ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz sicher zu stellen, sind hochwertig gedämmte Holzhäuser mit einem Wandaufbau bestehend aus natürlichen Dämmstoffen ausgestattet. Zum Einsatz kommen dabei z.B. Materialen wie Holzfasern, Zellulose, Holzwolle, Hanf oder Holzspäne.

Dampfbremsen, Dampfsperren und Lüftungsanlagen

Mit einer guten und hohen Dämmung entsteht jedoch im Winter ein weiteres Problem: Durch den hohen Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenwand würde es bei einem wasserdampfdurchlässigen Wandaufbau zu einem Tauwasserausfall kommen. Schimmel und Feuchtigkeitsschäden wären die Folge. Um das Holzhaus vor diesen Gefahren zu schützen werden sogenannte Dampfbremsen oder Dampfsperren, also Kunststofffolien oder OSB-Holzplatten verbaut. Diese hindern den in jedem Haus entstehenden Wasserdampf daran durch den Wandaufbau zu entweichen. Regelmäßiges Fensterlüften oder der Einsatz einer Lüftungsanlage sind unvermeidlich.

Holzhaus nach dem Haus-im-Haus-Prinzip

Eine mögliche Alternative zum konventionellen Holzhaus ist das Bio-Solar-Haus. Durch die Anwendung des Haus-im-Haus-Prinzips kann der Wasserdampf als trockenes Gas das Haus verlassen. Dampfsperren, Dampfbremsen oder Lüftungsanlagen sind nicht notwendig.