Schwedenhäuser

Skandinavischer "way of life"

Schwedenhäuser – ein Holzhaus im Schwedenstil

Mit Schwedenhäusern werden die Meisten eine große Veranda, weiße Fensterrahmen, eine Fassade aus Holz in den typischen, Farben schwedenrot, gelb oder blau sowie große Dachüberstände verbinden. Ein modernes Schwedenhaus hat jedoch nur noch optische Gemeinsamkeiten zu den Haustypen, wie Sie durch eine berühmte skandinavische Filmreihe aus den 70er Jahren bekannt wurden.

Die häufigsten Fragen rund um Schwedenhäuser:

Wie oft müssen Schwedenhäuser gestrichen werden?

Eine Frage, die sich vermutlich viele stellen, sich jedoch nicht pauschal beantworten lässt. Mehrere Faktoren haben direkten Einfluss auf den Pflegeaufwand bei einem schwedischen Holzhaus mit einer Holzfassade. Sie sollte mit einer hochwertigen Farbe gestrichen werden, die eine lange Haltbarkeit verspricht. Bewährt haben sich besonders Holzlasuren, die die Holzfassade vor Witterung schützen, dabei jedoch die Poren des Holzes nicht verschließen. Grundsätzlich gilt die Regel: Je heller die Farbe, desto haltbarer ist sie. Doch es geht auch ganz ohne zu streichen: Die natürliche Patina, die sich durch UV-Licht und Witterung bildet, schützt die Holzoberfläche vollkommen ökologisch. Es entsteht eine vergraute Oberfläche. Doch vielleicht noch viel wichtiger sind die Faktoren um den konstruktiven Wetterschutz. Hierzu zählt insbesondere der Dachüberstand, der den Baustoff Holz vor direkten Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und direkter Sonneneinstrahlung schützt. Er sollte möglichst groß dimensioniert werden. Eine einfache Hinterlüftung und der Schutz vor Spritzwasser können ebenfalls die Haltbarkeit positiv beeinflussen.

Rotes Schwedenhaus

Welches Holz eignet sich am meisten für die Fassade eines Schwedenhauses?

Grundsätzlich eignen sich für Fassaden von Holzhäusern alle heimischen Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte, Tanne. Hölzer aus Lärche und Douglasie sind nochmals widerstandsfähiger und damit haltbarer wobei die Holzqualität selbst der entscheidende Faktor für die Beständigkeit ist.

Welchen Wandaufbau h üblicherweise? Gibt es Alternativen?

Der klassische Wandaufbau von Schwedenhäusern wird in Holzbauweise, auch Holzrahmenbau genannt, errichtet. Der Hohlraum zwischen dem Holzständerwerk wird mit einem Dämmstoff verfüllt. Eine Dampfbremse in Form einer OSB-Platte, Holzwerkstoffplatte oder Folie, verschließt das Haus luftdicht und hat die Funktion Tauwasserschäden durch kondensierenden Wasserdampf in der gesamten Konstruktion zu vermeiden. Die Hinterlüftung der Holzfassade unterstützt zudem den Trocknungsprozess von hinten. Alternativ kann ein Schwedenhaus nach dem Haus-im-Haus-Prinzip extrem diffusionsoffen gebaut werden und damit ohne Dampfsperre und ohne Folie auskommen.

Schwedenhäuser mit Holzfassade

Heizkosten, Betriebskosten und Raumklima – Wohnen hinter „schwedischen Gardinen“?

In einer Zeit, in der die Kosten für Öl, Gas und Strom stetig steigen, spielen Heizkosten eine immer größere Rolle. Mit einer starken Wärmedämmung erreichen die meisten modernen Schwedenhäuser das Ziel möglichst niedrige Heizkosten zu verursachen. Problematisch wird es, wenn die Bauweise eines Schwedenhauses ein hohes Maß an Haustechnik erforderlich macht, denn dadurch steigen die Betriebskosten für Instandhaltung, Wartung und spätere Neuanschaffung schnell in einen unwirtschaftlichen Bereich. Zudem können Sie sowohl das Raumklima als auch den Wohnkomfort selbst negativ beeinflussen. Insbesondere Lüftungsanlagen zur Raumentfeuchtung können hier in allerlei Hinsicht ein großes Risiko für die Gesundheit der Bewohner bedeuten und stehen zudem konträr zu den Bedürfnissen einer ökologischen Holzbauweise.

Welche Haustypen und Dachformen sind bei skandinavischen Holzhäusern möglich?

Nahezu jeder Haustyp kann im skandinavischen Stil realisiert werden. Dazu gehören neben der am weitesten verbreiteten Villa als Einfamilienhhaus auch Varianten wie das Zweifamilienhaus oder sogar das Mehrgenerationenhaus. Mit der Ausführung als Energiesparhaus, Niedrigenergiehaus oder als Passivhaus kehrt in vielen Schwedenhäusern auch die Energieeffizienz ein. Die klassische Dachform eines Schwedenhauses ist natürlich ein Satteldach. Im solaren Zeitalter spricht jedoch nichts dagegen mit einem Pultdach neue Wege zu gehen.

Schwedenhaus

Welcher Grundriss und welche Ausstattung ist bei schwedeischen Häusern denkbar?

Ein individuell geplantes Schwedenhaus lässt nahezu alle Grundrisse bei der Hausplanung zu. Eine geschickte Hausplanung kann sicherstellen, dass eine tragende Wand nicht den Bedürfnissen des „schwedischen way of Wohnen“ im Wege steht. Handelt es sich nicht um ein Typenhaus von der Stange kommen auch Individualisten auf Ihre Kosten: Zimmer, Fenster, Türen, Materialien für den Innenausbau, eine Sauna, eine große Veranda oder ein Wintergarten können individuell in die Grundrissplanung berücksichtigt werden.

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