Einfamilienhaus bauen

Worauf Sie achten sollten

Einfamilienhaus bauen – Schluss mit Miete bezahlen

Der Bau von einem Einfamilienhaus steht nach wie vor hoch im Kurs. Ausreichender Platz für die ganze Familie, ein Carport oder Garage sowie ein schmucker Garten und endlich Schluss mit Miete bezahlen – so stellen sich die meisten Ihr zukünftiges Projekt „Traumhaus“ vor. Auch bzgl. Haustyp und Bauweise gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten sich sein persönliches Einfamilienhaus zu bauen:

Waren Einfamilienhäuser in der Vergangenheit überwiegend anderthalb oder zweigeschossig und freistehend, sind auch aufgrund steigender Baukosten und Grundstückspreisen weitere Bauformen hinzugekommen. Hierzu zählt z.B. der Bungalow, bei dem ebenerdiges und barrierefreies Wohnen bis in hohe Alter möglich ist. Reihen- oder Doppelhäuser versprechen durch reduzierte Grundstücks- und Baukosten hohe Einsparpotenziale.

Einfamilienhaus bauen:

  1. Zimmeranzahl und Wohnfläche
  2. Bauweisen
  3. Dachform und Dachneigung
  4. Energiestandards
  5. Ausbaustufen
  6. Musterhäuser

Anzahl der Zimmer und Wohnfläche eines klassischen Einfamilienhauses

Die Anzahl der Zimmer und die Größe der Wohnfläche hängen immer vom persönlichen Bedarf und Geschmack ab. Den Grundbedarf deckt ein Wohnzimmer, eine Küche (oder ein offener Wohn-Essbereich), ein Hauswirtschafts- oder Hausanschlussraum, ein Flur als Eingangsbereich, ein Bad, ein Gäste-WC, Kinderzimmer sowie ein Elternschlafzimmer ab. Wer es größer mag erweitert die Zimmeranzahl auf ein Arbeitszimmer, ein Gästezimmer, eine Werkstatt oder Hobbyraum oder z.B. mit einer Sauna.


Ein durchschnittliches Einfamilienhaus wird von 4 Personen bewohnt, verfügt über 4-5 Zimmer auf zwei Etagen und hat eine Wohnfläche von ca. 130-140m².

Ein individuell geplantes Einfamilienhaus ermöglicht nicht nur die Auswahl des gewünschten Fußbodenbelags. Ideen wie z.B. ein Wintergarten, ein Wäscheschacht, ein begehbarer Kleiderschrank oder einen Zentralstaubsauger lassen sich im Vergleich zu Typenhäusern jederzeit umsetzen.

Individuelle 3D-Grundrissplanung

Bauweisen für Einfamilienhäuser

Einfamilienhaus als Massivhaus - weniger massiv als gedacht?

Historisch bedingt sind Massivhäuser im Deutschland, z.B. aus Ziegeln, Kalksandstein oder Beton weit verbreitet. Mit einem reinen Massivhaus ist es zunehmend schwerer die heutigen, strengen Anforderungen an energieeffiziente Einfamilienhäuser einhalten zu können. Viele Baufirmen sind dazu übergangen dieses Manko mit zusätzlichen Dämmstoffen auszugleichen.

Durch die viele Feuchtigkeit während der Bauphase sind die Trocknungszeiten bei Massivhäusern meist länger als bei Holzhäusern oder Fertighäusern.

Holzhäuser und Fertighäuser - Einfamilienhäuser aus Holz?

Durch die trockene Bauweise sind Fertighäuser aus Holz auf keine Trocknungszeit angewiesen. Wird ein Fertighaus in der Regel in großen Fabrikationen vorproduziert, erfolgt die Montage eines klassischen Holzhauses mittels Holzrahmenelementen vor Ort. Die reine Bauzeit ist bei Holzhäusern deutlich kürzer. Dank natürlichen Dämmstoffen ist der Bau eines energieeffizienten Einfamilienhauses aus Holz relativ einfach zu bewerkstelligen.

„Ich habe nie verstehen können, warum die Deutschen, die so viel Holz in ihren Wäldern haben, sich partout darauf versteifen, Häuser aus Stein zu bauen. Jetzt allerdings, wo ich weiß, über welche Mengen von Rheuma-Bädern Deutschland verfügt, sehe ich ein, dass die Deutschen in feuchten Steinhäusern wohnen müssen. Wo sollten sie sich denn sonst den Rheumatismus holen, ohne den ihre Rheumabäder überflüssig wären?“ (Mark Twain)

Einfamilienhaus: Welche Dachform und Dachneigung empfiehlt sich?

War die Dachform und Dachneigung vor wenigen Jahren noch eine reine Frage der Optik und des Geschmacks entscheiden sie heutzutage maßgeblich über die solaren Erträge des Einfamilienhauses. Mit einer möglichst großen Dachfläche Richtung Süden hält man sich für das Einfamilienhaus alle Optionen offen, insbesondere, wenn später eine Photovoltaikanlage geplant ist. Hierzu eignet sich neben einem herkömmlichen Satteldach besonders ein Pultdach. Weniger geeignet ist ein sogenanntes Zeltdach wie es z.B. Stadtvillen besitzen, da hier nur eine geringe Dachfläche zur solaren Nutzung optimal zur Sonne ausgerichtet werden kann. Flachdächer sind ohne Maßnahmen wie der „Aufständerung“ von Solaranlagen kaum effizient zu nutzen.

Sofern die Dachneigung frei wählbar ist gilt es auch hier den bestmöglichen Kompromiss zu machen: Ein steiles Dach ermöglicht im Winter bei tiefstehender Sonne durchaus höhere Erträge, doch die Kosten für den umbauten und meist nicht nutzbaren Raum steigen.

Tipp:

Vermeiden Sie bei der Planung Ihres Einfamilienhauses Vorsprünge, komplizierte Dachkonstruktionen oder Flachdächer, Gauben oder Erker. Sie beeinträchtigen nicht nur die Energieeffizienz des Gebäudes, sondern führen früher oder später zu Problemen.

Versetztes Pultdach, Doppelpultdach

Abbildung: Versetztes Pultdach

Energiestandards und Haustypen bei Einfamilienhäusern

Eine Vielzahl von sogenannten „Energiestandards“ haben sich in den letzten Jahren beim Hausbau etabliert, auch wenn keiner dieser Standards vom Gesetzgeber definiert wurde, sondern von privaten Instituten „erfunden“ wurden. Ein Niedrigenergiehaus verspricht einen geringen Energieverbrauch. Sogenannte Passivhäuser sollen nochmals weniger Energie benötigen. Ales neue Haustypen hinzugekommen sind das Nullenergiehaus und das Plusenergiehaus. Beide Energiestandards versprechen die Menge an benötigter Energie in der Gesamtjahresbetrachtung komplett selbst zu erzeugen – ein Plusenergiehaus sogar einen Überschuss.

Zudem bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für sogenannte Effizienzhäuser besonders zinsgünstige Kredite inklusive Fördermittel an.

Ein wichtiger Indikator für den Energieverbrauch eines Energiesparhauses ist der Verbrauch an kWh (=Kilowattstunden) pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr.

KfW-Effizienzhaus 40

Ausbaustufen bei Einfamilienhäusern – Mit Eigenleistungen zum eigenen Traumhaus

Der einfachste Weg zu einem Einfamilienhaus zu kommen ist ein schlüsselfertiges Haus. Streichen, tapezieren und einziehen – fertig. Alternativ dazu werden auch Einfamilienhäuser in verschiedenen Ausbaustufen angeboten um mittels Eigenleistungen und handwerklichen Geschick oder Organisationstalent die Baukosten zu reduzieren. Am weitesten verbreitet ist ein

Einfamilienhaus als Ausbauhaus

Bei einem Ausbauhaus liefert der Haushersteller meist ein von außen nahezu fertiges Einfamilienhaus. Je nach Bau- und Leistungsbeschreibung oder individuellen Vereinbarung können sogenannte Ausbaupakete wie z.B. die Heiztechnik zusätzlich vereinbart werden. Ausbauhäuser eignen sich für Hausbauer mit gutem handwerklichen Geschick und geübten Handwerkern in der Familie oder Freundeskreis.

Einfamilienhaus als Selbstbauhaus

Bei einem Selbstbauhaus wird meist nur der Rohbau vom Hausanbieter ausgeführt. Die restlichen Arbeiten am Einfamilienhaus liegen in der Hand der Bauherren. Auch hier besteht die Möglichkeit auf sogenannte Ausbaupakete zurück zu greifen oder die Baustoffe selbst über Händler zu beziehen. Selbstbauhäuser setzten ein erweitertes, handwerkliches Geschick voraus.

Einfamilienhaus als Bausatzhaus

Ein Bausatzhaus beinhaltet, wie der Name schon sagt, das reine Material für das Einfamilienhaus und erfordert ein sowohl sehr gutes theoretisches wie auch praktisches Fachwissen und ist eher die Ausnahme.

Musterhäuser – Beispielhaus vor Ort erleben

In Musterhausparks bieten Hausanbieter die Möglichkeit an Beispielhäuser zu besichtigen. Wer sein zukünftiges Einfamilienhaus auf "Herz und Nieren" testen möchte, kann sogar in einem Musterhauspark Probewohnen oder ein Kundenhaus auf Referenzlisten besuchen.

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