Allergikerhaus

Tschüss Hausstaubmilben

Allergikerhaus: Wie wird ein allergikerfreundliches Haus idealerweise beheizt?

Allergien, insbesondere durch den Kot der Hausstaubmilben hervorgerufen, betreffen immer mehr Menschen. Was macht ein sogenanntes Allergikerhaus aus?

Heizungssysteme, die Wärme über Konvektion abgeben, verursachen grundsätzlich Luftbewegungen. Der allergieauslösende Milbenkot, der sich als Bestandteil im Hausstaub verteilt, kann Atemwegsreizungen und Allergien, wie z.B. die Hausstauballergie hervorrufen. Feuchtes und warmes Raumklima sorgt zudem für ein beschleunigtes Wachstum von Hausstaubmilben.

Allergien und Gesundheitsgefahren

Allergikerfreundliches Haus - alles nur Marketing?

Gesundes Wohnen, natürliches Raumklima und Baustoffe, bei denen weitestgehend oder gänzlich auf Chemie verzichtet wird: Traum und Utopie? Die meisten Hausanbieter haben diesen Trend erkannt und bieten ein allergikerfreundliches Haus mit einem "natürlichen Raumklima", "diffusionsoffenen Wänden" oder "sauberer Luft" an. Objektiv betrachtet ist hier viel Marketingsprache im Spiel.

Hausstaubmilben mögen es "feucht" und "warm"

Hausstaubmilben benötigen zur Vermehrung eine hohe relative Luftfeuchtigkeit sowie Raumtemperaturen zwischen 20 und 25°C. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit unter 45% sterben Sie ab. In Häusern über 1200 Höhenmetern sind aufgrund der allgemein niedrigen Luftfeuchtigkeit kaum noch Milben anzutreffen.

In einem allergikerfreundlichen Haus muss also die relative Luftfeuchtigkeit niedrig sein

Ist die Luftfeuchtigkeit jedoch niedrig, ist im Gegenzug der Staub so leicht, dass er im Winter durch Heizungen, die ihre Wärme über Konvektion abgeben, zusammen mit dem Milbenkot aufgewirbelt wird und Atemwegsreizungen oder Hausstauballergien auslösen kann. Somit sind Heizkörper oder Fußbodenheizungen ungeeignet. Strahlungswärme, wie Sie von Decken- und Wandheizungen erzeugt wird, verursachen durch ihre niedrige Oberflächentemperatur keine Luftbewegungen. Der Staub bleibt also da, wo er ist und Allergiebeschwerden werden entsprechend minimiert.

Konvektionswärme, verursacht z.B. durch Heizkörper oder Fußbodenheizungen, sind für allergiegeplagte Menschen demnach ungeeignet.